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Letzter Artikelvom 14.02.2011, 18:18 UhrSpannendes, humorvolles und provokatives Pilgerbuch über den Jakobsweg Buchvorstellung:Ein Heide auf dem Jakobsweg Erzählung von Peter Schumann Der Autor, Peter Schumann, Journalist von Beruf, war bereits sechzig Jahre alt, als er sich zu diesem Abenteuer entschloss. Nein, ein anderes Buch über den Jakobsweg war dafür nicht der Auslöser. Vielmehr befand er sich in einer Art Sinnkrise. Die erfasst uns Menschen manchmal, wenn wir der Meinung sind, das Leben hielte keine größeren Überraschungen mehr für uns bereit. Nun also sollte das der Jakobsweg richten. Es ist inzwischen vielleicht bekannt, dass nur noch etwa knapp die Hälfte aller Pilger nach Santiago de Compostela aus rein religiösen Gründen pilgert. Der Titel des Buches verrät es ja: Auch der Autor unterwarf sich dieser entbehrungsreichen Tour nicht aus Glaubensgründen. Wohl aber hatte er Respekt vor den Jahrhunderte alten religiösen Traditionen eines in der Welt bekannten und geschätzten Pilgerweges. Eine solche Haltung kann und muss man von jedem erwarten, der sich auf diesen Weg begibt. Das Buch ist keine bloße Wegbeschreibung, obwohl der Autor natürlich akribisch Tagebuch führte. Wer will, der kann mit Hilfe von Karten an Hand der genauen Ortsangaben den gesamten Weg leicht nachvollziehen. Denn unser Pilger startete nicht wie üblich in Saint-Jean-Pied-de-Port an der französischen Grenze, sondern von der Tür seines Hauses aus. Das steht an der spanischen Mittelmeerküste in Peñiscola, an der Costa Azahar zwischen Tarragona und Valencia. Ihn führte der Weg also unter anderem über das Bergdorf Morella nach Alcañiz und Escatron am Ebro, von dort weiter über Zaragoza nach Logroño, wo der bekannte französische Weg verläuft. An dieser Stelle hatte er bereits rund 440 Kilometer quer durch Spanien hinter sich. Das Buch wechselt zwischen der Beschreibung spannender Erlebnisse auf dem Weg und autobiographischen Kapiteln. Letztere versuchen zu erklären, warum ein Heide, aus dem Osten Deutschlands kommend, schließlich auf diesem Pilgerweg landete. Bis dahin hatte er einen anderen Weg zurückgelegt, nämlich von einer Gesellschaftsordnung, die sich sozialistisch nannte, in der DDR, über die sogenannte freiheitliche Demokratie im kapitalistischen Gesamt-Deutschland bis hin zur parlamentarischen Erbmonarchie im Königreich Spanien. Gute Voraussetzungen also für Milieubeschreibungen und provokative Denkansätze. Beides bedient der Autor aus seiner ganz persönlichen Sicht. So ist ein Buch entstanden, bei dem man sich – eine gewisse Toleranz für Andersdenkende vorausgesetzt – bestimmt nicht langweilt. Erhältlich im Buchhandel unter der ISBN-Nr. 978-3-86805-681-5, „Ein Heide auf dem Jakobsweg“, Erzählung von Peter Schumann, 344 Seiten mit Abbildungen, 1. Auflage, Taschenbuch, Pro BUSINESS Verlag, oder online bei www.book-on-demand.de (versandkostenfrei) und bei www.amazon.de pilgerbuch.de.to Permalink zum Artikel: Kommentare (3) | ||||||||||||||||||